Den Begriff "Volksradionik" benutzten wir erstmals 2006, nachdem immer deutlicher wurde, dass Radionik nicht mehr nur ein Privileg von Therapeuten jedweder Couleur und sonstigen Spezialisten ist.

 

Wie etwa ab Mitte der 1990er Jahre die Orgon-Geräte der Post-Reich-Ära (Orgonstrahler, Schwingungspotenzierer, Wellengenerator usw.) oder das (manchmal schmunzelnd benannte) "Hausfrauen-Reiki" nach der Anwendung zunächst durch Therapeuten und "sonstige Orgonomen" plötzlich sehr bei Nicht-Therapeuten (meist den Endanwendern) beliebt wurde, so tut sich ähnliches seit Mitte der 2000er Jahre mit Radionik.

 

Radionik wird außerhalb gesundheitlicher Belange zur Unternehmensberatung, in Sport, Pädagogik, Landwirtschaft, Fischzucht und Wasserwirtschaft eingesetzt. Zudem haben sich daraus bereits abgeleitete Bereiche wie Sozial-Radionik oder Öko-Radionik fest etabliert. Damit ist die Anwendung im "Gesundheitswesen" nicht mehr das Hauptanwendungsgebiet für Radionik.

 

Dennoch: Radionik-Experimente sind nicht anerkannt nach geltenden Schulwissenschaftsmeinungen. Dieser Umstand macht es notwendig, dass diejenigen Menschen, die damit umgehen wollen, über einiges an Vorwissen verfügen, um sich nicht "zu Tode zu experimentieren", sondern um rechtzeitig erkennen zu können, dass ein eingeschlagener Weg auch einmal in einer Sackgasse enden kann - und dass dann Alternativen gesucht werden müssen. Verantwortungsgefühl ist jedoch nicht abhängig von Scheinen und Zertifikaten!

 

Im Prinzip ist gegen verantwortungsvolle "Volks-Radionik" nichts einzuwenden, ist sie doch ein bisschen vergleichbar mit anderen "psychoaktiven" Verfahren wie ein religionsneutrales Gebet, das umso kraftvoller wirkt, wenn die Erlaubnis des Empfängers zum "Beten Dürfen" eingeholt wurde, denn so entsteht leichter Zugang und Resonanz. Wer das Ziel der Aktion jedoch nicht um Zustimmung bittet, entmündigt es - und das kann auf den "Volksradioniker" selbst zurückfallen.